Nesselfieber-Photosensibilität

Nesselfieber-Photosensibilität

Nesselfieber und Photosensibilität bei Pferden nehmen immer weiter zu. Allergien, wie die Photosensibilität und das Nesselfieber bei Pferden werden durch eine fehlerhafte Fütterung und Haltung und insbesondere unsere immer schlechter werdenden Umweltbedingungen ausgelöst und gefördert. Der erste Schritt zur Regulation und die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Therapie setzt bei der Ursachenforschung an. Ist die Ursache erst einmal gefunden, lässt sich eine ursächliche Therapie und entsprechende Pferdefütterung leicht darauf aufbauen!

Als Ursachenforschung nutze ich die Biofeld-Haaranalyse. Hier wird nicht nur die Ursache informatorisch ermittelt, sondern im gleichen Arbeitsgang auch ein homöopathisches und ganzheitliches Therapiekonzept entwickelt sowie eine individuelle Allergen freie Pferdefütterung ausgearbeitet.

Aus der Praxis heraus habe ich verschiedene Therapiekonzepte und homöopathische Therapien entwickelt. Die Homöopathie für Pferde kann bei allen Allergieformen eine wertvolle Hilfe für das betroffene Pferd sein.

Aus der Praxis heraus entstanden auch meine homöopathischen Tierarzneimittel Nehls Vet Komplex Nr. 3 und Nr. 4, die ich regelmäßig bei Allergien wie dem Nesselfieber und der Photosensibilität einsetze.

Als Allergie wird eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte und normalerweise harmlose Umweltstoffe (Allergene) bezeichnet, die sich in typischen, oft mit entzündlichen Prozessen einhergehenden Symptomen äußert. Die Symptome einer Allergie können mild bis schwerwiegend und in einigen Fällen sogar akut lebensbedrohlich sein. Die Symptome können nur saisonal auftreten, etwa zur Zeit des entsprechenden Pollenflugs oder auch ganzjährig. Allergiker können an einer Krankheitsform leiden, aber auch an Mischformen. Je nach Reaktionstyp können allergische Symptome akut oder rezidivierend auftreten. Das Nesselfieber bei Pferden ist in der Regel eine Sofortreaktion auf bestimmte Umwelteinflüsse, beispielsweise Pflanzen auf der Weide, wie Johanniskraut. Auch Bremsenstiche führen nicht selten zum Nesselfieber bei Pferden. Insbesondere das Nesselfieber geht oftmals mit großflächigen Schwellungen, Lymphstauungen und Fieber einher.

Nicht selten treten gerade beim Pferd lebensbedrohliche Situationen ein, wenn die Allergie plötzlich und massiv zu Tage tritt. So treten häufig auch Veränderungen des Blutbildes und erhöhte Leber- oder Nierenwerte im Zuge einer massiven Allergie auf. Da 80 % der Immunzellen im Darm verankert sind, ist auch der gesamte Darmtrakt von der Allergie (Allergie = überschießende Reaktion des Immunsystems) betroffen.

Ursachen einer Allergie

Die Ursachen für mehr oder weniger massive Hautallergien sind vielfältig. Sie können beispielsweise in Bestandteilen der Fütterung liegen oder Medikamente können zu Allergien führen. Auch Gräser, Pollen, Pflanzen und andere Umweltfaktoren, wie der Kontakt mit Farben und Lacken können ursächlich sein.
Eine große Rolle spielen während der Weidesaison auch Insekten. Viele Pferde reagieren beispielsweise auf Bremsenstiche hoch allergisch mit dem sogenannten Nesselfieber. Eine Photosensibilität, welche sich bei Aufnahme/Kontakt phototoxischer Verbindungen entwickelt, ist die Folge. Beispielsweise enthalten viele Pflanzen solche Substanzen (Johanniskraut, Jakobskreuzkraut, Kreuzkraut). Eine Photosensibilisierung kann auch durch Kontakt mit den entsprechenden Pflanzen zustande kommen. Auch eine Kontaktallergie auf frische Brennesseln lässt sich häufig beobachten. Meist bleibt dem Pferdebesitzer im Verborgenem, auf welches Allergen das Pferd reagiert.

Eine effektive Vorbeugung besteht in einer naturgemäßen Fütterung und pferdegerechten Haltung. Diese trainiert das Immunsystem, so, dass es seltener zu allergischen Überreaktionen kommt. Nicht ausschließlich die Natürlichkeit der Futtermittel, sondern insbesondere auch ein optimaler Mineralstoff- und Spurenelementhaushalt sind effiziente vorbeugende Maßnahmen. Sowohl ein Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen, wie auch Vitaminen, als auch ein Überschuss sind kontraproduktiv. Auch die Verwertbarkeit spielt eine große Rolle, natürliche Mineralstoffquellen werden vom Pferdedarm optimal verstoffwechselt, synthetische nicht. Ein Proteinüberschuss fördert allergische Reaktionen. Wichtige Vorbeugemaßnahmen bestehen daher in einer Angemessenheit der Pferdefütterung, die für jedes Pferd unterschiedlich ist. Der Futterzustand gibt erste Hinweise darauf, wie viel Protein unser Pferd benötigt und verstoffwechseln kann. Allergien können ebenso durch harmlose Stoffe ausgelöst werden, insbesondere ist daher abzuwägen, welche Medikamente und lokalen Mittel eingesetzt werden. Weniger ist oft mehr und insbesondere ätherische Öle, Kräuter und Pflanzen sollten mit Bedacht eingesetzt werden und grundsätzlich nach fachlichem Können und Erfahrungswerten. Bei hohem Insektenaufkommen ist ein Insektenschutz geradezu ein Muss. Dieser sollte jedoch auf ätherische Öle verzichten und auf eine empfindliche Pferdehaut abgestellt sein (beispielsweise Sina`s Parasitweg-Spray speziell für Allergiker entwickelt).

Bekannte Auslöser der Photosensibilität und des Nesselfiebers sind beispielsweise Johanniskraut, Goldrute, Ringelblume und Buchweizen. Bei der Fütterung ist daher ganz besonders darauf zu achten, dass auf ggf. auslösende Faktoren verzichtet wird. Insbesondere Kräuter und Pflanzen sind neben Insektenstichen in der Regel verantwortlich für allergische Reaktionen wie Nesselfieber und Photosensibilität. Nicht nur bekannte auslösende Stoffe können diese verursachen. Jedes Pferd reagiert anders und jedes Pferd reagiert entsprechend verschieden auf verschiedene Bestandteile. Will sich der Pferdebesitzer sicher sein, dass insbesondere auf Kräuter keine allergischen Reaktionen des individuellen Pferdes vorhanden sind, empfehle ich die Fütterung der Nehls Individual-Kräuter, welche speziell für das betreffende Pferd getestet und zusammengestellt werden. Insbesondere bei empfindlichen und allergisch reagierenden Pferden hat es sich bewährt, kein Risiko einzugehen und individuell abgestimmte Kräuter zu füttern, um Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen individuell zu begegnen. Aus diesem Grunde teste ich auch individuelle Kräuter bei Allergien für das einzigartige Pferd aus.

Therapie von Allergien

Insbesondere bei akut und massiv auftretenden Allergien mit großflächigen Hautveränderungen und Schwellungen und Fieber wie der Photosensibilität und dem Nesselfieber ist erst einmal eine Notfallbehandlung durch den Tierarzt einzuleiten. Im Anschluss bzw. parallel zur veterinärmedizinischen Therapie kann dann eine ganzheitlich regulierende Therapie eingeleitet werden und sich näher der Ursachenforschung gewidmet werden.

Möglichkeiten einer ursächlichen und ganzheitlichen Vorgehensweise liegen neben einer optimierten Pferdefütterung und Haltung in der Bioresonanz-Haaranalyse, ergänzenden Laboruntersuchungen, in der Homöopathie für Pferde und in individuell hergestellten Autonosoden.

Die Anamnese (Krankengeschichte) gibt erste Hinweise auf in Frage kommende Allergene, denen dann in Form einer Testung nachgegangen werden kann. Eine Möglichkeit zur Austestung verschiedener Allergene ist eine Blutuntersuchung wie auch eine Haaranalyse oder eine Kombination beider Analysemöglichkeiten. Die Testung kann jedoch nur effektiv sein, wenn die Vorgeschichte erste Anhaltspunkte auf die gegebenenfalls vorhandenen Allergien gibt. Ein im Tierheilkundezentrum bewährtes ganzheitliches Verfahren bei Allergien ist die Biofeld-Haaranalyse, ein nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest. Desto detaillierter der Pferdemensch die Symptomatik, Fütterung und wesentlichen Faktoren der Lebensumstände des Pferdes schildert, desto genauer kann die Testung aller in Frage kommenden Allergene mittels Bioresonanzgerät erfolgen. Exakt auf das Ergebnis der Analyse abgestellt wird dann eine homöopathische, isopathische und/oder phytotherapeutische Therapie der Ursache/n ebenso wie eine auf die ermittelten Werte, Allergien und Unverträglichkeiten abgestimmte Futtermittelempfehlung. Dieses ursächliche und umfassende Therapieverfahren der Naturheilkunde hat sich insbesondere bei Allergien bestens bewährt. Ein Vorteil der homöopathischen und naturheilkundlichen Therapie des Fachkundigen ist, dass keine schädlichen Nebenwirkungen auftreten und die Therapie dem Pferd keinen Schaden zufügen kann. Vor diesem Hintergrund ist eine naturheilkundliche Therapie für jedes betroffene Pferd eine Chance auf eine unschädliche Hilfe bei sämtlichen Allergieformen.

Die Allergiebereitschaft bei Mensch und Pferd ist deutlich gestiegen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: veränderte, Allergie forcierende Umwelteinflüsse, eine veränderte Lebensweise, verschiedene Allergie relevante Stoffe in Nahrungs-, Pflege- und Arzneimitteln, stark konzentrierte Düngung in der Landwirtschaft, Einsatz von Pestiziden sind ebenso Verursacher wie schädliche Umweltgifte und bereits eingetretene Schäden der Umwelt. Auch psychische Faktoren spielen eine große Rolle. Meist sind es Verkettungen von Ursachen und Einflüssen, genetischen Veranlagungen zur Allergiebereitschaft und allergieauslösenden Belastungen, die letztlich die Erkrankung auslösen.

Allergien sind bei Pferden immer häufiger Auslöser verschiedener Erkrankungen, im Vordergrund steht hier der allergisch bedingte Husten und die weiteren allergischen Atemwegserkrankungen, wie die chronisch obstruktive Bronchitis. Auch das Sommerekzem, die Sonnenallergie, die Urtikaria und andere allergische Hauterkrankungen sind auf dem Vormarsch. Vermehrt treten auch beim Pferd Nahrungsmittelallergien mit Störungen im Magen-Darm-Trakt, Koliken oder auch in Form von Hauterkrankungen sowie Juckreiz auf.

“Der Pferdekörper kann auf jede Substanz eine Allergie entwickeln.”

Allergie auslösende Stoffe sind beispielsweise:

Verschiedene Futtermittel.

Staubpartikel: Blütenpollen von Gräsern, Kräutern und Bäumen sowie von Laub- und Nadelbäumen, Hecken und Büschen. Die Pollenallergie ist sehr weit verbreitet. Pollen von Wiesengräsern und Kräutern, aber auch im Heu, kommen in Form von Staubteilchen in der Luft vor und werden mit der Atmung vom Pferd aufgenommen. Pilzsporen: Pilzsporen kommen überwiegend im Rauhfutter, also in Heu und Stroh vor. Je qualitativer das Rauhfutter ist, je weniger Pilzsporen sind enthalten. Pilzsporen entstehen jedoch auch in feuchten dunklen Stallecken durch Feuchtigkeit. Auch hier ist Allergieträger nicht der Pilz selbst, sondern seine Sporen.

Milben: Milben sind mikroskopisch kleine Ektoparasiten, hier ist nicht die Milbe selbst der Allergieträger, sondern die Exkremente, wir finden diese zum Beispiel im Pferdefutter.

Ekto- und Endoparasiten: Stiche von Bienen, Wespen, Bremsen, Mücken usw. lösen bei entsprechender Sensibilisierung allergische Reaktionen aus. Diese reichen von Schwellungen der Haut, über Juckreiz bis hin zum Schock. Am stärksten ausgeprägt ist hier das Sommerekzem, dessen Auslöser eine bestimmte Mückenart ist.

Sonnenlicht: Eine Photoallergie entsteht durch die Wechselwirkung von UV-Licht mit einer sensibilisierenden Substanz, wie etwa Pflanzen, hierfür bekannt ist beispielsweise Johanniskraut. Aber auch bestimmte Medikamente sind Verursacher der Photoallergie.

Auch chemische Pflege- und Imprägniermittel werden als Verursacher der allergischen Reaktion bzw. von Kontaktallergien angesehen.

Als Diagnosemöglichkeiten einer Allergie stehen uns die Blutuntersuchung, hier speziell die eosinophilen Granulozyten und der IgE-Nachweis, weiterhin der Intrakutantest, bei dem Allergenverdünnungen unter die Haut gespritzt werden sowie serologische Tests, das sind Allergen spezifische Bluttests oder auch informatorische Tests ohne wissenschaftliche Belegbarkeit wie die Biofeld-Haaranalyse zur Verfügung.

Bei sehr schweren allergischen Reaktionen des Pferdes, beispielsweise einem Lungenemphysem oder anaphylaktischem Schock ist die Gabe von Cortison, Infusionen mit Kalziumpräparaten bzw. Antihistaminika als Notfallmedizin unumgänglich. Sind die heftigen Reaktionen durch diese Notfallmedikation zurückgegangen, sollte eine ursachenorientierte ganzheitliche Therapie erfolgen, um dauerhaft die Allergie “in den Griff” zu bekommen.

Reagiert das Immunsystem des Pferdes also übermäßig auf verschiedene Allergene, sollte als erster Schritt eines ganzheitlichen Therapiekonzeptes die Haltung und Fütterung optimiert werden. Besteht beispielsweise eine Allergie auf Staub und Pilzsporen, ist zwingend eine staub- und schimmelpilzfreie (soweit möglich) Haltung und Fütterung als Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Therapie einzuleiten. In vielen Fällen ist es nicht ausreichend, das Heu lediglich zu wässern. Ich empfehle, Heu mit Nehls Heustaub-Stopp zu wässern bzw. zumindest zu besprühen.

Auch andere zu fütternde Produkte, wie das Kraftfutter, sollten soweit nur möglich staub- und schimmelpilzfrei und natürlich auch frei von Milben und anderen Ektoparasiten sein. Bezüglich der Einstreu empfehle ich, weiterhin Stroh zu verwenden, sofern sichergestellt ist, dass eine gute Qualität verwandt wird. Auch empfehle ich bei Stroh bzw. Alternativeinstreu ebenfalls den Einsatz von Nehls Heustaub-Stopp. Alternativeinstreu hat zwar den Vorteil einer Staubreduzierung, jedoch birgt es manchmal andere Gefahren. In jedem Einzelfall muss jedoch ausprobiert werden, ob das betroffene Pferd mit qualitativem Stroh ebenso gut “zurecht kommt”, wie mit Alternativeinstreu; häufig ist dies so, jedoch reagieren andere Pferde auf Stroh (was auch weitgehend von der Qualität und Ernte des Strohs abhängig ist) allergisch; in diesen Fällen ist dann selbstverständlich Alternativeinstreu zu verwenden.

Bezüglich der verschieden gelagerten Hautallergien ist in erster Linie einmal eine Abklärung von Nöten, welche Faktoren Allergene darstellen. Nach Abklärung sollten dann als Grundvoraussetzung ebenfalls Optimierungen der Fütterung und Haltung stattfinden.

In der Fütterung hat sich ganz besonders die Nehls Allergosan-Kräutermischung bewährt, welche bei sämtlichen Hautreaktionen eine sinnvolle Futterergänzung darstellt. Im Wege der Homöopathie sollte dann eine Regulation der überschießenden Immunreaktion angestrebt werden.

“Wert sollte insgesamt auf eine Regulation der überschießenden Reaktion des Immunsystems gelegt werden, kontraproduktiv ist hier die Gabe von immunstimulierenden bzw. steigernden Präparaten, da das Immunsystem ohnehin schon überreagiert!”