Liebe Frau Nehls,

Ich weiß nicht, ob Sie sich noch an uns erinnern – an Topsy und mich. Viele Jahre ist es her, als Topsy an Hufrehe erkrankte und ich nach dem rettenden Strohhalm griff – Rehe-Ex. Lange Zeit litt Topsy unter dem Schub und erst mit den Rehe-Ex Kräutern wurde es nach und nach wieder besser.

Was soll ich sagen…. REHE-EX RETTETE TOPSY JETZT ERNEUT DAS LEBEN!!!

Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll… Wir haben seit 2010 unseren eigenen wunderschönen Stall für Topsy und seitdem ging es ihr immer gut. Niemand mehr, der irgendwas füttert, was nicht ins Pferd gehört… Auch die Hufe hatte ich mit der Zeit wieder unter Kontrolle, die sich ja durch die vielen Rehe Schübe damals sehr verformt hatten. Es sah gruselig aus. RICHTIG gruselig. Und keiner dieser ach so tollen Experten konnte da was dran ändern. Schon garnicht am “Laufkomfort”. Tja, Sie werden es nicht glauben, aber ich bin jetzt SELBST Hufmensch. So nenn ich es. Ich arbeite nach Linda Harris’ Methode “TACT” – the anatomically correct trim, zu deutsch der anatomisch korrekte Trimm. Leider in Deutschland bisher kaum bekannt, dabei ist diese Bearbeitungsmethode so lebensrettend! Es wird nicht stur nach Schema F gearbeitet, sondern mithilfe von bestimmten Mappings genauestens gemessen, wie der individuelle Huf bearbeitet werden muss, um anatomisch exakt passend für das Pferd zu sein. Ich habe anfangs verschiedene andere bekannte Methoden “ausprobiert” und hatte bei Topsy’s Hufen mit keiner davon Erfolg. Erst TACT brachte uns auf den richtigen Weg.

Leider wäre unser gemeinsamer Weg kürzlich beinahe zu Ende gewesen…

Topsy ist jetzt 31 Jahre, sie hatte (12.05.) Geburtstag.
Die letzten Jahre hat Topsy keine Rehe-Ex Kräuter mehr bekommen, weil ich mir so sicher war, dass die Ursache für die Schübe damals der alte Stallbesitzer mit seiner dummen Fütterei war (Zuckerrüben, Äpfel und Co, trotz meines ausdrücklichen Verbots) und die nicht ganz passende Hufbearbeitung. Beides war ja nun aus der Welt geschafft. Also habe ich die Kräuter langsam wieder abgesetzt. Ein weiterer Grund dafür war, dass Topsy sie irgendwann einfach nicht mehr gefressen hat. Sie hat immer mehr davon aussortiert, also habe ich es irgendwann gelassen. Und tatsächlich hatte Topsy keine weiteren Schübe seit ich die Hufe selber bearbeite.
Auch was die Fütterung angeht, bin ich ein absoluter Kontrollfreak und Klugscheißer geworden. Was immer ich auch füttere, es wird jeder Inhaltsstoff genauestens analysiert. Ich kenne mich jetzt mit der gesunden Ernährung von Pferden besser aus, als mit meiner eigenen.
Da Topsy mit zunehmendem Alter immer schmaler wurde, trotz 24h Heu, füttere ich seit langem Heucobs und Reiskleie zu – andere “Dickmacher” sind ja bei so vorbelasteten Reheponys leider tabu…. aber die Reiskleie ist schon in Ordnung, wenn so ein Pony zunehmen muss und die liebt sie. Da wird immer wild an der Stalltür gerüttelt, wenn sie hört, dass ich ihr Essen zubereite. Wenn man die Tür nicht verriegelt, schubst Topsy sie auf – und brummelt dann laut und fordernd. Man könnte sagen, sie bewaffnet sich mit Messerchen und Gabelchen – fehlt nur noch die Serviette am Hals.
Dank der Zufütterung, plus weiterhin 24h Heu, hat sie eine gute Figur.

Doch nun kam der schwere Schicksalsschlag, der beinahe alles beendete…

Topsy konnte im Januar plötzlich von heute auf morgen ihr Heu nicht mehr essen. Es kam alles in Röllchen wieder heraus. Sie bekam es einfach nicht hinter gekaut. Also kam am nächsten Tag der Tierarzt und hat die Zähne geraspelt – unter Sedierung. Ja, da waren einige Haken und scharfe Spitzen dran, die scheinbar der Übeltäter waren. Es war auch etwas entzündet, deswegen bekam Topsy nach der Behandlung noch eine Zeit lang Schmerzmittel und Entzündungshemmer. Nach dem Absetzen des Schmerzmittels begann das Drama. Topsy wurde von Tag zu Tag steifer, lag öfter… Wendeschmerz, Schonhaltung… Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich realisierte, dass wahrscheinlich schon direkt nach der Sedierung ein böser Reheschub schon voll in Gange war…. Durch die Schmerzmittel bekam man davon natürlich erstmal nichts mit, erst nach dem Absetzen zeigte sich das Ausmaß. Wie ich von anderen Betroffenen erfahren habe, ist eine Hufrehe nach einer Sedierung wohl keine Seltenheit, vor allem, wenn das Pferd schon vorbelastet ist, was Rehe angeht … Leider kam diese Info für uns zu spät. Und es gibt ja auch kaum Tierärzte, die Pferden ohne Sedierung die Zähne raspeln. Ist ja auch nicht ganz ungefährlich, zumal bei Topsy’s Zähnen einiges zu machen war.

Nun ja, jetzt knallte ich unsanft auf den Boden der Tatsachen – mein geliebtes Pony hatte wieder Hufrehe und diesmal war es so schlimm wie noch nie zuvor. Meine arme Topsy konnte kaum noch laufen. Schon ein einziger Schritt schmerzte so sehr, dass sie am ganzen Körper zittere! Normalerweise bin ich GEGEN Schmerzmittelgabe bei Hufrehe, weil das Pferd dann eben zuviel und falsch seine Hufe belastet, weil es ja den Schmerz nicht mehr wahrnimmt. Das Risiko einer Hufbeinrotation und Absenkung des Hufbeins steigt enorm. Dennoch bekam Topsy eine Weile Schmerzmittel, weil die Schmerzen einfach zu extrem waren. Natürlich brachte das nicht viel. Nach dem Absetzen war es wieder genau so schlimm. Und ja – diesmal dachte ich wirklich sehr oft darüber nach, ob es nicht das beste wäre, meinen armen Schatz von all diesen Qualen zu erlösen. Sie litt so sehr, dass sie kaum noch Appetit hatte. Obwohl sie nun wieder Heu essen konnte, ging sie kaum dran … Ihren Heucobs-Brei ließ sie manchmal zur Hälfte stehen und ich dachte wirklich DAS WAR’S – jetzt beschließt sie, mir vorm vollen Trog zu verhungern. Sie will nicht mehr. Es wirkte manchmal, als hätte sie sich aufgegeben.

Topsy lag nur noch. Sie stand maximal für eine Stunde auf, während ich den Stall sauber machte und sie putzte … Eine kleine Runde gingen wir auch täglich im Schneckentempo spazieren, denn Topsy hat auch leichte Arthrose und da wäre es Gift, wenn sie gar keine Bewegung bekäme. Sie trägt seit Jahren schon Hufschuhe an den Vorderhufen, da leider ihr Sohlenhorn nicht mehr so dick nach wächst, nach all den damaligen Reheschüben. Aber mit den Schuhen geht es prima. Nach den Spaziergängen ließ sie sich in ihr Strohbett fallen und blieb liegen, so lange bis dann doch mal Hunger kam und sie sich hoch quälte. Jeden einzelnen Tag saß ich bei ihr im Stall und heulte wie ein Schlosshund – JEDEN TAG! Zum Teil mehrmals am Tag. Ich brach einfach in Tränen aus beim Anblick meines leidenden Ponys. Obwohl ich weiß, dass man für das Pferd stark sein muss und Zuversicht ausstrahlen sollte … Wieder und wieder weinte ich meinem Pferd die Mähne nass. Es war eine unbeschreibliche Ohnmacht, ja, das Wort Ohnmacht beschreibt es wahrscheinlich am besten. Diese Hilflosigkeit, nichts tun zu können…
Kein freudiges Brummeln mehr von Topsy, wenn ich mit dem Essen komme, kein Drängeln an der Tür mehr, kein Verlangen nach Nachschub… Manchmal hatte ich den Eindruck, sie frisst nur noch, um mir einen Gefallen zu tun. Der Gedanke, meinen Schatz über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen, war mein täglicher Begleiter. Doch irgend etwas sagte mir immer, dass es noch nicht soweit sei. Da waren diese kleinen Momente…. Momente, in denen ich noch einen Funken Lebenswillen in Topsy’s Augen sah…. ein kleines bisschen Freude, wenn es Reiskleie über die Heucobs gab…. ein kleines leises Brummeln…. ein zuversichtlicher Blick…. Das machte mir Hoffnung, an die ich mich klammerte. Und dann gab es Momente, in denen brach alles wie ein Kartenhaus zusammen und in denen verlor auch ich beinahe meine Hoffnung. Es war ein einziger Alptraum. Und wieder der Gedanke…. wie lange soll sie noch leiden? Ist das fair? Wenn man doch nur wüsste, was richtig und was falsch ist…

In all dieser qualvollen Zeit dachte ich oft an die Rehe-Ex Kräuter zurück. Aber Topsy wollte ja eh schon kaum etwas essen… es war ein Krampf, die lebensnotwenige Menge an Heu und Heucobs in das Pony rein zu bekommen. Wie soll das dann mit den Kräutern kappen? Die wird sie wieder nicht fressen, wenn sie jetzt schon so viel von ihren Heucobs stehen lässt. Irgendwann stöberte ich dann doch mal wieder im Shop des Tierheilkundezentrums und siehe da: Rehe-Ex gibt es jetzt auch in flüssig! Mit ner Spritze ins Maul geben, müsste funktionieren. Ich bestellte 2 kleine Fläschchen, um erstmal zu sehen, ob dieses Wundermittel uns noch ein zweites Mal retten könnte…. und das tut es! Es ist kaum zu glauben, aber bereits in der zweiten Woche mit Rehe-Ex ging es Topsy schon etwas besser!
Es ist genau wie damals beim ersten Mal. Es wird von Tag zu Tag einen kleinen Hauch besser. Genau wie damals, bemerkte ich auch jetzt, dass es ihr psychisch etwas besser geht. Sie wurde nach und nach wieder aufgeweckter, wirkte fröhlicher, trotz der noch vorhandenen Schmerzen. Da war plötzlich wieder diese Lebensfreude in ihr zu sehen. So kleine Zeichen, die einem das sichere Gefühl geben, dass es jetzt bergauf geht. Ein freudiges Brummeln, wenn man in den Stall kommt, ein besserer Appetit …. und auch gaaanz langsam weniger Schmerzen. Ich merkte, dass jetzt endlich auch in Topsy wieder die Hoffnung wächst. Sie bekommt jetzt seit dem 21.04. täglich 10ml Rehe-Ex flüssig und ich merke wirklich, wie es ihr hilft! Sie war wirklich extrem steif, der Rücken steinhart, alles total verspannt…. das alles lässt jetzt immer mehr nach, sie bewegt sich schon besser. Jeden Tag ein bisschen mehr Freude über das Essen, jeden Tag ein bisschen mehr Appetit und jeden Tag ein kleines bisschen mehr Freude in ihren Augen.

Und langsam wird auch das Tempo beim Spaziergang einen kleinen Hauch schneller. Natürlich braucht das alles Zeit… gerade in so einem hohen Alter steckt man eine Hufrehe eben leider auch nicht mehr so gut weg, wie in jungen Jahren. Aber wir haben wieder Hoffnung, denn es geht wirklich jeden Tag ein bisschen besser! Und Topsy ist wieder so schön wach und nimmt viel mehr am Leben Teil. Wenn wir vom Spaziergang kommen, lässt sie sich nicht mehr sofort erschöpft in ihr Bett fallen und muss sich dann erstmal über eine Stunde ausruhen, sondern bleibt immer erstmal noch eine Weile stehen und frisst. Später legt sie sich dann meist nochmal hin und ruht sich aus, steht dann aber beizeiten von alleine wieder auf und möchte ihren Brei.
Gestern hat sie das erste Mal wieder nach Nachschub verlangt, als sie mit ihrer Abendportion Heucobs fertig war!!!! (das ist eine kleinere Portion, sie bekommt gegen 20 Uhr nochmals eine große Nachtportion und natürlich immer Heu zur freien Verfügung). Sie kam tatsächlich zur Tür, gab ihr einen Schubs mit der Nase und brummelte nach MEHR!! Das war so unglaublich schön… wie hatte ich das vermisst!!! Mein kleiner süßer Frechdachs kommt langsam wieder zurück! Die letzten Tage hat sie mich jedes Mal freudig angebrummelt, wenn ich zur Tür rein kam. Sie freut sich so! Diese Lebensfreude ist so wunderschön, auch wenn es sicher noch eine Zeit lang dauern wird, ehe sie wieder richtig flott und problemlos laufen kann. Aber immerhin geht sie freiwillig ohne Zögern mit mir spazieren und ist allgemein nicht mehr so abwesend – im Gegenteil – sie ist so schön munter und schmust in letzter Zeit so gerne. Ich bin so unendlich dankbar, dass es ihr jetzt endlich besser geht und ich hoffe einfach, dass ich ihr noch möglichst viele schöne, glückliche Jahre ermöglichen kann.

Ach Frau Nehls, ich weiß garnicht was ich sagen soll…. DANKE, dass Sie Rehe-Ex entwickelt haben! Ich weiß nicht, ob Topsy’s Zustand sich ohne dieses Wundermittel so schnell gebessert hätte. Ja, es IST ein Wundermittel für mich – und das jetzt schon zum zweiten Mal.
Lebensretter Rehe-Ex!

Ich bedanke mich von ganzem Herzen bei Ihnen und wünsche auch Ihnen und Ihren Tieren weiterhin alles Gute!
Sie dürfen meinen Text und die mitgesendeten Bilder gerne auf Ihren Internetseiten veröffentlichen.

Liebe und dankbare Grüße von Topsy und mir!

Ulrike Müller

https://www.tierheilkundezentrum.com/de/pferde/Hufe/Hufrehe/