Borreliose

Viele Tierbesitzer haben Angst, dass ihr Hund oder ihre Katze oder auch ihr Pferd an Borreliose erkrankt. Im Frühsommer und erst recht bei vorausgegangenen milden Wintern finden wir bei unseren Tieren oftmals Zecken. Vor einigen Jahren noch relativ unbekannt bei Pferden, Hunden und Katzen, heute schon fast in jeder Munde, ist die Borreliose-Erkrankung. Seit das Wissen bei den Tiermenschen über gesundheitliche Schäden durch Zeckenstiche beim Menschen, vor allem durch FSME oder Borreliose wächst, steigt die Angst über eine mögliche Gefährdung der Tiere.

Borrelia burgdorferi heißt der Erreger der sogenannten Lyme-Borreliose. Er gehört zu den Spirochaeten und ist ein Bakterium. In Mitteleuropa überträgt der Gemeine Holzbock, Ixodes ricinus, die Borrelien. Sie leben im Darm der Zecke. Alle drei Entwicklungsstadien der Zecke können als Überträger fungieren. In Deutschland sind durchschnittlich 10% der Ixodeszecken, regional sogar über 30%, mit Borrelien infiziert; im Durchschnitt gehen wir also von ca. 20 % aus. Die Erreger befinden sich in Darm und Speicheldrüsen der Zecken und werden während des Saugaktes durch Speichel auf den Wirt übertragen. Die Speichelsekretion und Ausscheidung von pathogenen Erregern beginnt frühestens zwei Stunden nach dem Ansaugen der Zecke und erreicht ihren Höhepunkt nach 72 Stunden. Daher lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung durch frühzeitiges Entfernen der Zecke mindern (in der Regel in den ersten 24 Stunden). Beißt eine infizierte Zecke einen Hund, eine Katze, ein Pferd oder einen Menschen, werden die Borrelien aktiviert. Eine Entfernung der Zecken innerhalb eines kurzen Zeitraums kann eine Infektion verhindern, ist jedoch etwas erschwert, da man die Zecke zu dieser Zeit noch recht schlecht “packen” kann, sie ist ja noch nicht vollgesogen.

Wo leben Borrelien? Speziell in Flussniederungen sind Borrelien endemisch. Häufig sind sie bei Nagetieren, Igeln, Wildtieren und Vögeln nachweisbar, wobei Vögel die Erreger auch über weite Entfernungen verbreiten können. Die Erkrankung wurde in den siebziger Jahren bei Menschen und Mitte der 80er Jahre auch bei Haustieren beschrieben. Borrelia (B.) burgdorferi, der Erreger der Lyme-Borreliose, hat den Namen nach seinem Entdecker W. Burgdorfer, der zusammen mit dem Rheumatologen A. Steere Anfang der achtziger Jahre dieses Bakterium aus Zecken in der Umgebung der Gemeinde Lyme in Connecticut, USA isolieren konnte. Der Hintergrund dieser intensiven Forschung war ein gehäuftes Auftreten von Arthritiden vor allem bei Kindern in diesem Gebiet.

Wie bei sehr vielen Krankheiten unserer Tiere wurden die überwiegenden Erkenntnisse der Borrelioseerkrankung bei Tieren aus der Humanmedizin abgeleitet. In der Humanmedizin haben seit der Entdeckung von B. burgdorferi intensive Forschungen vor allem im Bereich der Epidemiologie und zur Aufklärung des klinischen Krankheitsbildes sowie deren frühzeitige Erkennung und Therapie stattgefunden. Man konnte nachvollziehen, dass die Borrelien durch den Zeckenstich übertragen werden und sich dann anschließend in verschiedenen Organsystemen (z.B. Haut, Gelenke, ZNS) manifestierten. Es wurde aus Erfahrungen mit dem Erreger der Syphillis, Treponema pallidum, der in dieselbe Gruppe der Bakterien gehört, wie B. burgdorferi, ein 3-stufiger Verlauf der Lyme Borreliose postuliert. Im ersten Stadium reagiert der Mensch mit Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Fieber, Myalgien. Häufig findet sich um die Bissstelle eine sog. Wanderröte, das Erythema migrans (EM). Im zweiten Stadium werden neurologische, kardiale, arthrogene oder ophtalmologische Symptome beobachtet. Im letzten Stadium reagiert der Mensch u.a. mit einer chronischen Arthritis, einer chronischen Enzephalitis oder der sog. Acrodermatitis chronica athrophicans (ACA), einer Erkrankung, bei der die Haut sich pergamentartig verändert. Diese Aufzählung zeigt, wie komplex und multifaktoriell sich die Lyme-Borreliose zeigen kann.

Genauso vielseitig sind die Krankheitsbilder, die bei Tieren im Zusammenhang mit der Borreliose beschrieben werden: Bei Tieren stehen nach anfänglichen Symptomen wie Mattigkeit und Fieber vor allem Lahmheit, Schmerzen, andere Ausfallerscheinungen und als Spätfolgen Gelenkbeschwerden im Vordergrund. Einzelne oder wiederkehrende Fieberschübe, Lethargie, Futterverweigerung, Lahmheiten und Lymphknotenschwellungen sind die Regel. Auch Herzprobleme, neurologische Symptome (z.B. Gesichtsnervenlähmungen), Nierenerkrankungen und tiefe Entzündungen der Augen sind beschrieben worden. Bei wechselnden unklaren Lahmheiten und Arthritiden sollte die Borrelioseerkrankung in der Diagnostik einen festen Platz einnehmen. Allerdings halten nur wenige dieser Symptome einer genaueren wissenschaftlichen Betrachtung stand. Aus der Humanmedizin bekannte Symptome einer Borreliose auf unser Tier zu übertragen und bei positiver Serologie die Schlussfolgerung zu ziehen, dass ein direkter Zusammenhang besteht, bedarf einer genauen Abklärung sämtlicher anderer in Frage kommenden Ursachen.

Die Borrelien-Diagnostik ist ein schwieriges Gebiet! Wenn man den Durchseuchungsgrad der Zecken in Deutschland (Vermutungen gehen von 20% im Mittel aus) und der Häufigkeit, mit der Tiere jährlich von Zecken gestochen werden, betrachtet, versteht man, wie schwierig die Diagnostik der Borreliose beim Tier ist. Unbestritten ist, dass es eine durch B. burgdorferi verursachte Erkrankung gibt. Allerdings muss man darauf hinweisen, dass es auch Berichte aus den USA gibt (Levy und Magnarelli 1992), nach denen von 50% seropositiver Hunde in einem endemischen Gebiet, lediglich 5% klinische Symptome wie Lahmheit, Gelenkschwellung und Apathie zeigten. Hinzu kam, dass innerhalb des Beobachtungszeitraumes (20 Monate) ebenso viele seronegative Hunde vergleichbare Symptome entwickelten. Diese Untersuchung zeigt uns deutlich, dass wir Menschen doch eher an einer Diagnose von Borreliose bei Tieren scheitern, nämlich aus dem Grunde, da hier noch immer viel zu wenig bekannt zu sein scheint. Vielleicht reagieren Tiere völlig anders als Menschen, ggf. auch Tierart spezifisch auf den Erreger? Obwohl er sich nachweisen lässt, richtet er ggf. bei unseren Tieren kaum bzw. keinen Schaden an? Manche Symptome unserer Tiere “passen” vielleicht einfach nur zum Erkrankungsbild einer Borreliose und in Wahrheit ist eine ganz andere Erkrankung ursächlich? Wir wissen es nicht; da fast alle Erkenntnisse aus der Humanmedizin stammen und auf die Veterinärmedizin übertragen wurden. Was ist aber, wenn diese Erkenntnisse sich nicht übertragen lassen?

Ein weiteres Problem besteht darin, dass man seit einigen Jahren weiß, dass von B. burgdorferi mehrere unterschiedliche Genospezies existieren. Man spricht daher heute von B. burgdorferi sensu lato, die sich u.a. in B. burgdorferi sensu stricto, Borrelia garinii sowie Borrelia afzelii aufteilt. Das Interessante daran ist, dass man in den USA hauptsächlich B. burgdorferi sensu stricto isolieren konnte. Im Gegensatz dazu werden in Europa alle 3 genannten Genospezies isoliert. Da in den USA das am häufigsten beobachtete Symptom der Lyme-Borreliose die Arthritis ist, geht man heute davon aus, dass B. burgdorferi sensu stricto einen Organtropismus für den Bewegungsapparat besitzt, Borrelia garinii eher disseminierte Formen der Borreliose verursacht bzw. die Neuroborreliose hervorruft und Borrelia afzelii eine Affinität zur Haut hat und Symptome wie das EM oder die ACA hervorruft. Selbstverständlich sind die unterschiedlichen Genospezies auch unterschiedlich in ihrer antigenen Struktur, was natürlich nicht nur Probleme in der serologischen Diagnostik sondern auch in der Entwicklung von Impfstoffen verursacht.

Bei zwangs-infizierten Hunden ergab sich folgendes klinisches Bild: Das klinische Bild, das die Hunde zeigten, waren Lahmheiten. Diese Lahmheiten entwickelten sich zwischen 2-5 Monaten nach Infektion über die Zecken. Dabei zeigten die Tiere zuerst leichte Lahmheiten, die innerhalb von 3 Tagen zunahmen und nach 4 Tagen wieder verschwunden waren. Hauptsächlich waren davon die Ellenbogengelenke sowie die Karpal- und Kniegelenke betroffen. Palpatorisch konnte bei einigen Tieren eine leichte Schwellung sowie eine lokale Temperaturerhöhung festgestellt werden. Die meisten der an Lahmheiten erkrankten Hunde zeigten eine erhöhte Körpertemperatur (39,5-40°C) und waren apathisch. Gewichtsverluste konnten dabei nicht beobachtet werden. Nach der ersten Lahmheit entwickelten die meisten der Tiere eine zweite , teilweise eine dritte Lahmheit im Abstand von 2-4 Wochen. Dabei waren teilweise andere Gelenke als in der ersten Periode betroffen. Außer diesen Symptomen zeigten die Tiere innerhalb der Beobachtungsperiode von 17 Monaten keine anderen klinischen Anzeichen.

Bei allen Labormethoden bezüglich der Borreliose bei Tieren sollte man wissen, dass die Laborergebnisse lediglich Hilfsmittel zur Diagnosestellung sein können und auf keinen Fall eine sorgfältige klinische Untersuchung unter Abklärung der in Frage kommenden Differentialdiagnosen ersetzen können. Die Therapie der Borrelioseerkrankung in der Human- und Veterinärmedizin besteht aus einer umfangreichen Antibiose. Die Therapie in der Naturheilkunde setzt homöopathische und isopathische Therapeutika sowie Nosoden ein.

Am besten ist es natürlich, unsere Tiere so gut wie möglich vor Zeckenbissen zu schützen und somit das Risiko einer Borreliose so gut wie möglich zu minimieren.

Mittels Biofeld-Haaranalyse verschaffe ich mir ein ganzheitliches Bild des erkrankten Tieres und setze dann ursächliche homöopathische Mittel ein. Bei Borreliose setze ich entsprechende Nosoden und individuell passende Mittel ein. Die Erfolge, die so erzielt werden, können sich sehen lassen, die betroffenen Tiere genießen eine ganz neue Lebensqualität. Zudem lohnt sich auch eine Laboruntersuchung auf Borrelien und die anschließende Herstellung einer Autonosode. Somit gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, bei Borreliose zu helfen!

Haben Sie noch Fragen zu den oben genannten Therapiemöglichkeiten? Ich freue mich auf Ihren Anruf! Sie erreichen uns rund um die Uhr unter folgenden Telefonnummern: 05642/9888826, 05642/9888827, 05642/9880288, 05642/9880299, Mobil: 0171/1854723 oder auch per E-Mail (info@tierheilkundezentrum.de).

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