Husten bei Pferden

Pferdeklinik 2016

„Dass wir Pferdemenschen zur Therapie von chronischem obstruktivem und allergischem Husten bei unseren Pferden viel mehr machen können, als im Ernstfall zu Sputolosin, Ventipulmin und Lungenspülung zu greifen, zeigen meine zahlreichen erfolgreichen homöopathischen Therapien.

Mein Ziel einer Therapie ist grundsätzlich eine dauerhafte Symptomfreiheit, nicht nur eine kurzfristige und eine Bekämpfung der Ursachen, nicht allein der Symptome. Ich therapiere Husten bei Pferden, Bronchitis, Asthma und Dämpfigkeit grundsätzlich ganzheitlich! Eine ganzheitliche Therapie kann auch parallel und ergänzend zur veterinärmedizinischen Therapie erfolgen und hat sich auch sehr gut in Kombination zur veterinärmedizinischen Therapie bewährt.“

Zahlreiche durch Husten bereits austherapierte und aufgegebene Pferde und Ponys erfreuen sich heute wieder bester Gesundheit. Meine Therapie ist frei von schädlichen Nebenwirkungen und begründet sich auf Ganzheitlichkeit, Homöopathie und eine bedarfsgerechte Pferdefütterung!

Husten bei Pferden im Winter

Manche Ställe lernen Pferden wirklich das Grauen: Enge Boxen, Matratzeneinstreu, geschlossene Türen und Fenster, in den Stallgassen produzierter zusätzlicher Staub, schimmeliges Heu und Stroh und wenig Auslauf für die eingestellten Pferde fordern ihren Tribut: Husten und Bronchitis!

In einem solchen Klima grassieren verschiedene Bakterien, Viren und Pilze in der Luft und die Abwehrkräfte des Pferdes sind nicht in der Lage, diese abzuwehren. Ein anderes Extrem im Winter sind miserable Offenstall Haltungsbedingungen: Findet sich bei Kälte, Nässe, Wind und Minustemperaturen lediglich eine zugige Weidehütte mit nassem und kaltem Boden oder überhaupt keine Unterstellmöglichkeit erkranken Pferde, da sie Kälte, Wind und Nässe schutzlos über längere Zeit ausgesetzt werden ebenso, wie die Pferde, die im muffigem und warmem Stall dem Ammoniakgeruch ausgesetzt sind. Ein Pferd muss die Möglichkeit haben, sich auf qualitativer und reichlich vorhandener Einstreu hinlegen zu können, eine jederzeitige Rückzugsmöglichkeit in einen zugfreien Stall haben sowie eine hygienisch einwandfreie Haltung mit qualitativem Rauhfutter vorfinden, um gesund zu bleiben. Pferde tolerieren sehr gut Minusgrade und trockene Kälte, ihre Abwehrkräfte versagen jedoch schnell, wenn sie über längere Zeit ungeschützt Kälte, Nässe und Wind ausgesetzt werden. Hauptursache des Pferdehustens und der Bronchitis bei Pferden im Winter liegen in Ställen, die die Bedürfnisse von Pferden schlichtweg komplett ignorieren.

Die chronische Bronchitis, die chronisch allergische Bronchitis, der chronische Husten und sämtliche Nuancen der Atemwegserkrankungen und des Pferdehustens bis hin zum Lungenemphysem, der gefürchteten Dämpfigkeit, entstehen in der Regel durch eine akute Infektion. Diese akute Infektion kann ebenso ausgelöst werden in der erst beschriebenen Boxenhaltung, wie auch in der zuletzt beschriebenen Offenstallhaltung. Auch gibt es verschiedene Auslöser, die überhaupt nichts mit der Haltung unserer Pferde gemein haben, wie beispielsweise eine Influenza-Impfung bei bereits geschwächtem Abwehrsystem und/oder Erkrankung. Auch eine Ansteckung durch andere Pferde, eine kurzzeitige Unterkühlung und ein vorübergehend geschwächtes Immun- und Abwehrsystem können ursächlich sein. Ebenso treten ganz besonders allergische Atemwegserkrankungen im Winter in den Vordergrund, da allergische Reaktionen des Pferdes durch entsprechende Winterhaltung forciert werden. Die chronische Form von Husten und Bronchitis tritt auf, sofern die akute Form nicht erfolgreich therapiert wird und vollständig ausheilen kann.

„Bitte bedenken: Eine Ausheilung der akuten Bronchitis benötigt ca. 3 Monate!“

Allergene treten im Verlauf jeder chronischen Bronchitis von Pferden in den Vordergrund, im Umkehrschluss: Jede chronische Bronchitis ist auch eine allergische Bronchitis, da in Folge der Erkrankung Umgebungsfaktoren zu Allergenen werden!

Faktoren zur Vermeidung von Husten, Bronchitis & Atemwegserkrankungen

Ein Pferd benötigt ganzjährig Licht, Luft und Bewegung und sollte nicht über längere Zeit ungeschützt Nässe, Kälte und Wind ausgesetzt werden. Pferde tolerieren trockene Kälte sehr gut, Nässe und Wind nicht!

Heu und Stroh, aber auch andere Futtermittel müssen von einwandfreier Qualität sein. Staubiges, muffiges oder gar schimmeliges Futter darf nicht verfüttert werden, sondern gehört auf den Misthaufen. Sofern wenig Einflussnahme auf die Qualität von Heu und Einstreu besteht und diese nicht einwandfrei ist, empfehle ich Nehls Heustaub Stopp zu verwenden. Heustaub Stopp reduziert den Staub in Heu, Stroh und Alternativeinstreu und dient so zur Schadensbegrenzung. Durch die enthaltenen ätherischen Öle entlastet Heustaub-Stopp die Atemwege, was auch gesunde Pferde erfreut!

Impfungen dürfen ausschließlich nach vorhergehender ausführlicher Untersuchung und bei gutem Allgemeinbefinden stattfinden; grundsätzlich darf keine Influenza Impfung bei bereits vorgeschädigten Atemwegen und chronischen Atemwegserkrankungen, wie Husten und Bronchitis vorgenommen werden. Wenn Haltungsbedingungen nicht optimal gestaltet werden können, ebenso, wenn Pferde in vorangegangenen Wintern mit Atemwegsproblemen, Husten und Bronchitis reagierten, empfehle ich zur Vorbeugung in der Fütterung entsprechende Ergänzungen (Nehls Broncho-Fit, Nehls Broncho-Elexier) einzusetzen, die die Funktion der Atemwege unterstützen und auch gut vorbeugend eingesetzt werden können. Da die Fütterung insgesamt einen großen Einfluss auf ein intaktes Immunsystem und eine funktionierende Abwehr hat, füttern wir im Tierheilkundezentrum generell Nehls Pferdefutter „Fit durch den Winter“ und brühen den Pferden mehrmals die Woche einen eigens kreierten Tee „Fit durch den Winter“ auf. An kalten Wintertagen im Stall lieben auch wir Menschen unseren Wintertee. Die wohltuende Wirkung hilft, Abwehr und Immunsystem fit zu halten!

„Homöopathische Mittel eignen sich nicht zur Vorbeugung, sondern lediglich, wenn bereits eine Erkrankung vorhanden ist!“

Wesentliche Faktoren zur Regulation und Ausheilung bereits eingetretener  Atemwegserkrankungen, wie Husten und Bronchitis:

Ebenso wie bei der Vermeidung gehört auch zur erfolgreichen Therapie Licht, Luft, mäßige freie Bewegung sowie die Verfütterung qualitativ einwandfreier Futtermittel und beanstandungsfreier Einstreu. Heu und Einstreu sollten mit Heustaub-Stopp behandelt werden, um den Staub aus dem Rauhfutter bestmöglich zu nehmen, der auch bei einwandfreier Qualität nicht ganz vermeidbar ist. Daneben gilt es, dem erkrankten Pferd Ruhe zu gönnen und es nicht zu schnell wieder zu fordern. Daher: lieber einige weitere Wochen auf einen Arbeitseinsatz verzichten, als zu früh mit diesem zu beginnen. Besonders wichtig ist bei eingetretenem Husten, für einen Austritt der Verschleimung (welche grundsätzlich vorhanden ist, auch wenn sich die Lunge frei anhört) zu sorgen. Hierzu eignen sich besonders gut flüssige Kräutermischungen, die in Form eines Saftes täglich verabreicht werden (Nehls Broncho-Elexier). Sowohl Broncho-Fit wie auch Broncho-Elexier wurden aus meiner tierheilpraktischen Praxis entwickelt und eignen sich zur Unterstützung im Wege der Fütterung sowohl bei akutem, chronischem und allergischem Pferdehusten. Eine zusätzliche homöopathische Therapie aufgrund der Biofeldhaaranalyse hat sich im Tierheilkundezentrum bestens bewährt.

Wirkungsvollste Prophylaxe sowie Voraussetzung jeder effektiven Therapie ist eine soweit wie nur möglich an den natürlichen Lebensbedingungen des Pferdes orientierte Haltung: Licht, Luft und Bewegung – optimalerweise die Möglichkeit zur ständigen freien Bewegung – sollten selbstverständlich sein. Es versteht sich von selbst, dass die Belastung mit möglichen Allergenen so weit wie möglich vermieden wird. In erster Linie ist hier auf qualitative Futtermittel (insbesondere Rauhfutter) zu achten, um die Belastung durch Staub, Pilz- und Schimmelsporen in Grenzen zu halten. Stallhygiene und tägliches Ausmisten (Ammoniak, Schwefelwasserstoff) sind weitere wichtige Vorsorgemaßnahmen.

Die Therapie sollte den „Einzelfall“ berücksichtigen, daher arbeite ich im Wege der Biofeld-Haaranalyse grundsätzlich eine individuelle Therapieempfehlung aus. Denn: was bei einem Pferd richtig ist, kann bei einem anderen völlig schief gehen!

Akuter Husten bei Pferden

Eine akute Atemwegserkrankung der oberen und unteren Atemwege wird ausgelöst durch eine Vielzahl von Viren und Bakterien. Bakterielle, akute Infektionen des Bronchialbaumes resultieren meist als Sekundärinfektion nach primärer Schädigung durch Viren. Die Symptome sind: erst trockener, schmerzhafter Husten, im weiteren Verlauf bei produktiver Entzündung feuchter Husten, Nasenausfluss bei Beteiligung des oberen Respirationstraktes, evt. Temperaturerhöhung/Fieber, gestörtes Allgemeinbefinden, Apathie, verminderte Nahrungsaufnahme, bronchial verschärftes Atemgeräusch, Rasselgeräusche. Oft werden die Pferde in dieser Phase weiterhin gearbeitet und das geschwächte Immunsystem ist nicht in der Lage, eine Zweitinfektion mit Bakterien abzuwehren. Die Erreger werden durch kleinste Tröpfchen in der Atemluft von den erkrankten Pferden durch den Luftstrom im ganzen Stall verbreitet. Aber auch durch Berührung mit dem Nasenausfluss über Putzzeug und Kleidung können die Viren und Bakterien übertragen werden. Die Inkubationszeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der Krankheitsanzeichen beträgt nur wenige Tage. Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, wenn Kontakt zu fremden Pferden aufgenommen wird, oder wenn die Abwehr aufgrund von verschiedenen Faktoren geschwächt ist. Die Fähigkeit, Antikörper gegen Infektionskeime zu bilden sinkt beispielsweise unter Stressbedingungen, wie längere Pferdetransporte, die Umstellung in einen neuen Stall (hier auch bezüglich des ungewohnten Klimas aufgrund von fremden Microorganismen), aber auch durch Stress aufgrund falschen Umgangs, Überforderung und niedriger Rangordnung des betroffenen Pferdes.
Aus diesem Grunde sollten Pferde besonderen Belastungen nur ausgesetzt werden, wenn diese sich in einem sichtlich gutem Allgemeinbefinden befinden.

Chronischer Husten

In den letzten Jahren haben die chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen unserer Pferde und Ponys immer weiter zugenommen. Das moderne Reitpferd ist durch die ganzjährige Stallhaltung und den Einfluss unterschiedlichster synthetischer Ergänzungsfuttermittel so anfällig geworden, das Stresssituationen sowie nicht optimale Haltungs- und Fütterungsbedingungen, obwohl vom Pferdehalter gut gemeint, zur Schwächung des Immunsystems führen und Krankheitserreger nicht abgewehrt werden können.
Oftmals wird eine akute Erkrankung der Atemwege, verursacht durch Bakterien, Pilze und Viren nicht ganzheitlich therapiert, was neben der medikamentösen Therapie als weitere Faktoren die Haltung und Fütterung mit ein schließt, sondern lediglich durch Medikamente unterdrückt, was oftmals eine chronische Erkrankung der Atemwege zur Folge hat. Kausal verantwortlich ist die Sensibilität des Pferdes für Erkrankungen der Atemwege einerseits durch die physiologischen Gegebenheiten des Respirationstraktes, andererseits wird den natürlichen Lebensbedingungen des Flucht- und Lauftieres Pferd in unserer Gesellschaft nur unzureichend Beachtung geschenkt.

Husten wird ausgelöst durch:

durch eine Infektion (Übertragung von Viren, Pilzen und Bakterien), durch allergische Reaktion der Schleimhäute der Atemwegsorgane auf eindringende Allergene, Inhalation von reizenden oder heißen Gasen, durch Parasiten, als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen, wie z. B. Tumoren, durch innere Blutungen (z. B. verursacht durch Überanstrengung in höchstem Maße), mechanische Einflüsse oder Herz Kreislauf Erkrankungen.

Besonders häufig treten Atemwegserkrankungen in Form einer Bronchitis auf (die Bronchien verzweigen sich baumartig zu Bronchiolen, die in Alveolgänge mit den Lungenbläschen (Alveolen) übergehen, hier findet der Gasaustausch statt).

Die Sensibilität bezüglich Allergenen und somit einer chronischen Atemwegserkrankung steigt naturgemäß an, wenn eine völlige Heilung der akuten Atemwegserkrankung nicht gewährleistet ist oder wenn z. B. Impfungen erfolgen, obwohl das Pferd bereits mit Erregern in Kontakt kam bzw. nicht in der Lage ist, gegen die injizierten Erreger Antikörper zu bilden z. B. durch nicht optimalen Allgemeinzustand und somit fehlender Abwehr.

Bei der allergisch bedingten Bronchitis liegt eine Sensibilisierung gegen verschiedene Allergene (Staub, Pilz-, Schimmelsporen oder/und Blütenpollen, Gräser, Bäume) vor. Hier spielt, wie bei anderen allergischen Erkrankungen auch, die genetische Disposition eine Rolle. In der Regel ist es so, dass die genetische Disposition alleine nicht die Ursache der allergischen Atemwegserkrankung darstellt, sondern begünstigende Faktoren (z. B. die nicht gänzlich ausgeheilte akute Atemwegserkrankung oder die ständige Konfrontation mit schimmelpilzbelastetem Futter oder auch eine Impfung bei nicht optimalen Gesundheitszustand und somit fehlender Abwehr gegen die injizierten Erreger) diese Disposition begünstigt und somit die Erkrankung sozusagen „zum Vorschein“ bringt, also auslöst. Bestimmte Allergene, die über die Atmung in die Lunge gelangen und sich auf den Schleimhäuten der Atemwegsorgane verteilen, lösen Reaktionen des Gewebes aus. Der Pferdeorganismus reagiert auf diese Allergene übermäßig und unnötig. Im Bereich der Atmungsorgane werden die Schutzmechanismen (Flimmerephitel, schleimbildende Zellen, Makrophagen) mobilisiert. Bei übermäßiger Belastung mit Allergenen wird als erste Reaktion Husten ausgelöst. Werden keine Gegenmaßnahmen ergriffen, können schwerwiegende und irreparable Atemwegserkrankungen die Folge sein.

Unter der chronisch-obstruktiven Bronchitis versteht man Atemwegserkrankungen, welche als Folge einer chronischen, unheilbaren Schädigung der Lungen oder des Herzens auftreten. Symptome: anfangs Leistungsabfall, Müdigkeit, Teilnahmslosigkeit, dann kraftloser, trockener, tonloser Husten (bei Belastung massiver), Atemgeräusche offen hörbar, Nasenausfluss milchig, in der Folge Atemnot, Nasenausfluss eitrig. Charakteristisch ist beim Atmen jetzt die sogenannte „Doppelschlägigkeit“: Das Einatmen geschieht langsam und gleichmäßig mit hörbaren Rasselgeräuschen, das Ausatmen findet in zwei Abschnitten statt: a.) passives Ausatmen des ersten Teils der Luft, b.) aktives Ausatmen des zweiten Teils der Luft unter Zuhilfenahme der Bauchmuskulatur; makroskopisch wahrnehmbar durch die sogenannte „Dampfrinne„. Das Lungenemphysem stellt schließlich die irreversible Erweiterung der Alveolen dar und wird landläufig als Dämpfigkeit bezeichnet. Ein trockener, kaum hörbarer und unproduktiver Husten ist als bedeutend schwerwiegender anzusehen, als ein produktiver, lauter und für uns Menschen „anfallsartiger und böse klingender“ Husten!

„Nur der trockene, leise und unproduktive Husten zeigt uns den irreversiblen Husten, also die landläufige Dämpfigkeit an, was oftmals leider völlig missverstanden wird, da der „laute Husten“ als bedeutend schlimmer angesehen wird, als der „lautlose Husten“!“

Husten bei Pferden

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